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Die öffentliche Verwaltung in der Detertiarisierung |
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Dr. Boris Zürcher Chefökonom und Mitglied der Geschäftsleitung, Avenir Suisse
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| Die öffentliche Verwaltung zählt gemeinhin zum tertiären Sektor bzw. Dienstleistungssektor. Dieser hat beschäftigungsmässig über das vergangene halbe Jahrhundert kontinuierlich expandiert, während der Sektor der Urproduktion (erster Sektor) und der Industrie (zweiter Sektor) geschrumpft sind. Ein Grund für den Rückgang des Industriesektors ist auf überdurchschnittliche Produktivitätsfortschritte zurückzuführen. Bei den Dienstleistungen, die gewöhnlich sehr arbeitsintensiv sind, sind Produktivitätsfortschritte wie im zweiten Sektor bislang weitgehend ausgeblieben. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass der Dienstleistungssektor selber sehr heterogen ist. In den klassischen Dienstleistungen, wozu eben auch die öffentliche Verwaltung zählt, wären nicht zuletzt dank technologischer Innovationen erhebliche Produktivitätsfortschritte möglich, die jedoch aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden. Würden diese technologischen Innovationen jedoch konsequent genutzt, ist absehbar, dass es in diesen Bereichen zu einer Detertiarisierung kommen wird. Das Referat wird sich mit dieser Differenzierung des tertiären Sektors befassen und aufzeigen, dass die Beschäftigung in den klassische Verwaltungstätigkeiten dank neuer Technologien in Zukunft rückläufig sein könnte. Mithin bedeutet dies, dass die klassischen Verwaltungstätigkeiten (fast) entbehrlich werden könnten. |
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